JHV 2017 - Bayerischer Wald Verein Sektion Lam e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

JHV 2017

Protokolle der JHV

Bericht von Maria Frisch (Kötzting Umschau)
aus der Jahreshauptversammlung vom 25. März 2017

Osserschutzhaus in Schuss zu halten ist große Aufgabe
Waldvereinssektion beschäftigen Pächterwechsel und verschiedene Sanierungen
Lam. Seit fast einem Jahr ist Klaus Butz Vorsitzender der Lamer Waldvereinssektion.  Der gebürtige Rheinland-Pfälzer freute sich bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Hotel „Zum Hirschen“ über das gelungene Jahresprogramm.  „Nach schwieriger Anlaufzeit kommen wir nun immer besser zurecht“, so Butz.  Mit dem Osserschutzhaus habe die Sektion eine große Aufgabe, das Gebäude in Schuss zu halten und für die Zukunft  gut aufzustellen. Klaus Butz sprach dem Wirt Sebastian Augustin einen großen Dank für seine Tätigkeit aus. Wer schon bei schlechten Witterungsverhältnissen auf dem Osser war, wisse, was der Osserwirt leiste.
Auch der neu besetzte Finanzbereich mit Kassier Schorsch Neumeier kam gut aus den Startlöchern. Klaus Butz nutzte die  Gelegenheit, Otto Neidhardt Dank zu sagen. „Er hat in einer schwierigen Phase mit  vielen Stunden seiner Freizeit und hohem Engagement die Kasse auf Vordermann gebracht. Aber auch allen anderen Vorstands- und Ausschussmitgliedern, allen voran dem sehr aktiven Stellvertreter Konrad Huber, galt sein herzlicher Dank. „Ohne Euch würde es nicht funktionieren“, betonte der Redner. Das tolle Veranstaltungsprogramm habe nur eine Strahlkraft nach außen, wenn die Mitglieder es mit Leben füllen. Den Vorwurf, die Sektion Lam würde die Veranstaltungen der Sektion Lohberg „abkupfern“, konnte Butz so nicht stehen lassen. Die zum Teil gleichen Vortragsthemen identischer Referenten bestätigen, dass die  Nachbarsektion Lohberg gute Arbeit leistet, die es verdient, dass ein größerer Personenkreis sie kennenlernt. „Helfen Sie uns mit, die Sektion zukunftsfähig zu machen“, warb Butz er für konstruktive Vorschläge .  
Anton Plötz will als Wanderwart weitere Kreise ziehen und die Wanderfreunde in Ecken des Bayerischen Waldes führen, die sie vielleicht noch nicht gesehen haben. Das Programm sei bunt gestreut, es ist für jeden etwas dabei, ging er  im einzelnen auf die Vorhaben 2017 ein.
„Wir haben in der Vorstandschaft viel in den Köpfen, aber konkret bis dato noch wenig in den Händen“, stieg Hüttenwart Klaus Neuberger in seinen Bericht ein. Das liege zum Teil an der langen Zeitphase, in der man witterungsbedingt am Matterhorn des Bayerischen Waldes wenig erledigen kann.  „Das Brett, das am Osser gebohrt werden muss, ist sehr dick“, brachte Neuberger die Schwierigkeiten auf den Punkt. „Wir haben in der Vorstandschaft beschlossen, zum 1. Januar 2019 in gegenseitigem Einvernehmen  den Vertrag mit dem Hüttenwirt zu kündigen“, berichtete Neuberger. Die Verantwortlichen machen sich derzeit intensiv Gedanken, wie man das Schutzhaus fit für die Zukunft machen kann.  Der  Maßnahmenkatalog beginne mit der Wegesanierung zum Osser. Das Vorhaben gestalte sich schwieriger, als angenommen. Die Gemeinde habe eine 50-prozentige Förderung über den Naturpark in Aussicht gestellt. Allerdings blieb bis dato noch ungeklärt, wie hoch die verbleibende Hälfte ist.  Eigentümer ist überwiegend  der Bischöfliche Stuhl von Regensburg. Deshalb schlug Klaus Neuberger eine gemeinsame Besichtigung durch Kommune, Wald-Verein und Förster vor, bei der man den  Umfang der  Arbeiten eruieren will.
Seit der letzten Hauptversammlung habe Georg Neumeier die Polsterung der Bänke erledigt. Mario Schmuderer erhielt den Auftrag, auf der Westseite die KG-Rohre zu befestigen. Dies wurde witterungsbedingt nicht mehr geschafft.  Ein weiteres Problem sei die Geruchsbelästigung in den Toiletten. Deshalb werde man Sifons einbauen. Dies birgt  allerdings die Gefahr der Verstopfung. Ein weiterer Wunsch wäre eine eigene Stromversorgung.  Das Angebot der E.ON lautete auf  370.000 Euro netto. Da dies nicht finanzierbar sei, müsse die Sektion wahrscheinlich auf eine dezentrale Versorgung des Osserschutzhauses mit einer Kombination aus Gas und Solarenergie zugreifen. Von der Brauerei habe man  ein Angebot über eine neue Bestuhlung und Tische geordert. Auch die Ecke für den  Osserstammtisch soll erneuert werden. Weichen müsse der Ofen.  In diesem Zusammenhang wollen die Verantwortlichen die Türe der Gaststube eins schließen und ins benachbarte  Gastzimmer einen Durchgang schaffen. Ein Dauerbrenner sei die Wasserversorgung. Konrad Huber hat in der Nähe der Bergwachthütte mit der Wünschelrute eine Quelle gefunden. „Wir wissen noch nicht, was die Nutzbarmachung  kostet“, informierte Neuberger. Außerdem müsste die Schänke erneuert werden, nannte der Hüttenwart eine weitere Baustelle.  „Der Weg der Umsetzung   ist  sehr steinig“, bedauerte der Redner. Das habe sich für ihn im Januar/Februar offenbart, als er in Absprache mit Klaus Butz Kontakt sowohl zum Hauptverein, zum Alpenverein als auch zu den Ministerien für Wirtschaft und Umwelt  aufgenommen habe. Von sämtlichen Stellen sei keinerlei oder bestenfalls eine geringe Förderung zu erwarten. Der Hauptverein in Zwiesel habe  selber drei Hütten zu unterhalten, wobei er überlege, die Falkensteiner Hütte vor allem wegen des maroden Fundaments abzureissen und durch einen Neubau zu ersetzen. Der letzte Hoffnungsschimmer ist, dass Landrat Löffler einen Bittbrief an das Wirtschaftsministerium sendet, um doch  noch irgendwelche Fördermöglichkeiten zu eruieren. „Das warten wir erst einmal ab“, kündigte Neuberger an. Ein Unsicherheitsfaktor seien noch eventuelle Forderungen von Behörden, die mit dem Pächterwechsel einhergehen.
Markus Kerner gab zu verstehen, dass eine komplette Restaurierung der Falkensteiner Hütte  ungefähr mit einer  Million zu Buche schlage, ein Neubau in etwa mit 1,5 Millionen. „Wenn ein Haus gastronomisch genutzt wird, gibt es keine Förderung“, bestätigte der Vizevorsitzende des Hauptvereins. Er bringe das Lamer Anliegen bei der nächsten Ausschusssitzung im Hauptverein vor.
„Wir wollen zunächst zumindest die Wegesanierung realisieren“, erinnerte Klaus Butz. Der Stromanschluss wäre ein Wunschtraum gewesen, weil man die Hütte im Winter mit fünf Grad beheizen könnte, und die Problematik weggefallen wäre, dass Leitungen einfrieren. Er bleibe am Ball, ob es nicht doch eine andere Lösung über Kabel gebe. Es werde auch nicht leicht sein, einen neuen Pächter zu finden. Im Zuge des Pächterwechsels stimme er sich mit dem Landratsamt ab, mit welchen Kriterien zu rechnen ist.  Schatzmeister Schorsch Neumeier gab zu bedenken, dass der Hauptverein in Zwiesel  9 Euro pro Mitglied  Beitrag kassiere - mit Heft sogar  11 Euro. „Da habe ich kein Verständnis dafür, dass der Hauptverein nur auf seine drei eigenen Häuser schaut“, monierte Neumeier. Der Kassier lobte Rudolf Seidl, der ihm bei der Fortführung der Kassengeschäfte zur Seite stand. Andreas  Roider und Franz Reuel bestätigten eine einwandfreie Kassenverwaltung. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.
Nach kurzer Diskussion segnete die Mitgliederrunde die moderate Anhebung des Beitrages für A-Mitglieder von 15 auf 20 Euro und für B-Mitglieder von 7 auf 10 Euro ab. Dies sei unverzichtbar, weil der Verein ansonsten unaufhörlich  ins Minus gerate. Stellvertretender Bürgermeister Franz-Josef Brandl befand die Anhebung ist überfällig. Da die letzte Beitragserhöhung  35 Jahre zurücklag, hätte er für eine deutlichere Steigerung plädiert. Die Versammelten blieben bei dem Vorschlag mit dem Hinweis, dass jederzeit auch Spenden angenommen werden. Der stellvertretende Rathauschef war erfreut, dass die Sektion wieder eine aktive Vorstandschaft habe. Brandl lobte das Jahresprogramm. Es geht auch darum, den nachfolgenden Generation die wunderschöne Waldheimat näher zu bringen. „Ich wünsche der neuen Vorstandschaft viel Kraft und Energie für die richtigen Entscheidungen“, schloss Franz-Josef Brandl.  Klaus Butz bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und Gesprächsoffenheit. (kfe)
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft:
25 Jahre: Klaus Achatz
40 Jahre: Rita und Hans Ablöscher, Clara und Otto Frisch, Franz Huber, Kollross, Georg Marchl, Rita Silberbauer, Fanny Wendl
50 Jahre: Hartmut Böhm, Maria Geiger.
Wahl zum Beisitzer: Thomas Zitzl. (kfe)

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü