- Bayerischer Wald Verein Sektion Lam e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Osser

Der Name Osser

Die Namen der höchsten Berge im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge sind nicht leicht zu deuten und wurden in der Vergangenheit auch nicht immer so geschrieben wie heute - mit Ausnahme des Ossers. Der sudetendeutsche Volkstumsforscher Rudolf Kubitschek hat sich vor genau 60 Jahren in einem Aufsatz mit diesem Thema befaßt, kann aber nur wenig mitteilen. Die erste Nennung des Bergnamens erfolgte urkundlich im Jahr 1279, als dem Kloster Rott am Inn das Waldgebiet zwischen „Ozzer, Adwich (Arber) und Dwerheke (Zwercheck)" vergeben wurde.

Im 16. Jahrhundert teilt Apian mit, daß der Berg Osser im Volksmund „Obser" ausgesprochen wird. In alten Grenzbeschreibungen wird der Berg mal Ossa, mal Osser wie heute, einmal im Jahr 1613 sogar Assur geschrieben. Jedenfalls besteht zwischen „Ozzer" im Jahre 1279 und Osser im Jahr 1998 so gut wie kein Unterschied. Kubitschek teilt mit, daß die Tschechen den Berg „Osi" oder „Osa" nennen und die beiden markanten Gipfel „die Brüste der Muttergottes". Hans Watzlik ließ „den Asenklang noch heute nach tausendjähriger Verwitterung aus dem Namen Osser" grollen.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü