Osserquarzit - Bayerischer Wald Verein Sektion Lam e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Osserquarzit

Osser

Der Osserquarzit ist geologisch faszinierend und Bayerns Gestein des Jahres 2012

Glimmerschiefer am Osser in Bestenliste der Geotope

Die Glimmerschiefer am Osser befinden sich in der Bestenliste der 100 schönsten Geotope Bayerns. Der Osser ist ein ganz besonderer Berg, der im Gegensatz zu den anderen Bergen im Umland nicht aus Graniten oder Gneis, sondern aus den in Bayern seltenen Glimmerschiefern besteht.

Der Festakt der Einweihung fand am Sonntag, 9. September 2007 statt.

Die Fakten

Die Fakten zum Geotop "Glimmerschiefer am Osser, zusammgengetragen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt:

Vor etwa 440 Millionen Jahren wurden in einem Meeresbecken Tone und Sande abgelagert, die sich später zu Ton- oder Sandstein verfestigen.

Vor rund 300 Millionen Jahren kam es durch die Kollision verschiedener Kontinente, ähnlich wie später bei den Alpen, zur Bildung eines Gebirges. Dabei gelangten die Gesteine in Tiefen von etwa zehn bis 15 Kilometer.

Unter dem hohen Druck und Temperaturen von 550 bis 600 Grad bildeten sich in den Gesteinen neue Minerale, wie die Glimmer. Aus den ehemaligen Tonsteinen entstanden die Glimmerschiefer, die heute an den Gipfelsfelsen am Großen und Kleinen Osser vorkommen.

Später wurde das Gebirge stark gehoben und die ehemals tief versenkten Gesteine des Osser-Massivs gerieten durch die gleichzeitigen Erosion wieder an die Erdoberfläche. Die Verwitterung ließ schließlich die bizarren Felsformen der Glimmerschiefer entstehen.

(Die Fakten zum Geotop "Glimmerschiefer am Osser, zusammgengetragen vom Bayerischen Landesamt für Umwelt)


Anmerkungen:
Metamorphose, das heißt durch Umwandlung unter hohem Druck, hoher Temperatur und gegebenenfalls durch chemischen Stoffaustausch im festen Zustand. Bei der Umwandlung ändert sich die Mineralzusammensetzung des Gesteins, weil neue Minerale und Mineralaggregate gebildet werden, die unter den gegebenen neuen Druck- und Temperaturbedingungen stabil sind; daneben wird auch das Gesteinsgefüge transformiert.

Gneis
Gneis besteht hauptsächlich aus den (> 20 %), Quarz sowie und Glimmer . Zur Zusammensetzung gibt es im Bergmännischen den auch für den Granit gültigen Merksatz: "Feldspat, Quarz und Glimmer: Die drei vergess´ ich nimmer!" Das Gefüge ist mittel- bis grobkörnig, bei gut sichtbarer Einregelung der Kristalle.

Granite (von lat. Granum, „Korn“) sind massige, relativ grobkristalline, magmatische Tiefengesteine (Plutonite), die reich an Quarz und Feldspaten sind, aber auch dunkle Minerale, zum Beispiel Glimmer, enthalten. Der Merksatz Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess' ich nimmer gibt die Zusammensetzung von Granit etwas vereinfacht wieder.

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü